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MARKT- UND MESSEBERICHTE


--- Messeberichte ---

Fraunhofer IWS Dresden auf der LASER World of PHOTONICS 2009:
Lasertechnologie einfach qualitätsgerecht


Lasertechnologie mit klassischen Fertigungsprozessen in einer Maschine oder Fertigungsstraße
kombinieren – das ist ein zentrales Ziel der Forschungsarbeiten des Fraunhofer IWS Dresden.
Dies gilt im zunehmenden Maße auch für Technologien wie das Laserhärten und –auftrag-
schweißen. Die dafür vom IWS entwickelte Systemtechnik bietet eine starke Leistungsfähigkeit,
hohen Bedienkomfort, gute Automatisierbarkeit, eine Qualität sichernde Prozesskontrolle, Ro-
bustheit und Nutzerfreundlichkeit. Sie hat sich in einer Vielzahl von Industrieeinsätzen bewährt.


Um mit dem Laser variabel einstellbare Strahlfleckbreiten bei optimiert vorgegebenen Strahlflecklängen zu
erzeugen und gleichzeitig die Intensitätsverteilung bauteilangepasst zu optimieren, hat das Fraunhofer IWS
Dresden das dynamische Strahlformungssystem „LASSY“ für den industriellen Einsatz von Hochleistungs-
diodenlasern entwickelt. Ein eindimensionaler Scanner mit variabler Ansteuerung ermöglicht eine große
Vielfalt von Intensitätsprofilen bei variabler Härtespurbreite. Ergänzt wird das System mit einer kameraba-
sierten Temperaturmesseinrichtung „E-MAqS“. Damit können laserbasierte Härteprozesse mit konstanten
Oberflächentemperaturen sicher ausgeführt werden. Die Kombination mit dem Temperaturregelsystem
„LompocPro“ ermöglicht darüber hinaus die Prozessüberwachung und Sicherung der Prozessdaten zur
Qualitätsdokumentation.

In enger Zusammenarbeit mit der Industrie wurde das ursprünglich für das Laserhärten entwickelte Mess-
und Regelsystem für die Temperaturregelung weiter optimiert. Das neue System zeichnet sich durch extrem
schnelle Reaktionszeiten und einen deutlich niedrigeren Temperaturbereich aus. Seit 2008 werden diese
Systeme in kommerzielle Laserlötanlagen integriert und in der industriellen Massenproduktion eingesetzt.
Mit den Anlagen können sowohl Standard- als auch Rückseitenkontakt-Solarzellen mit hoher Qualität bei
Taktzeiten von 3 bis 4 Sekunden je Zelle gelötet werden.

Genaues, funktionales Oberflächenbeschichten sowie schnelle Reparaturen von Bauteilen bilden die wichtig-
sten Anwendungsfelder des Laser-Auftragschweißens. Mit den modernen Laser-Strahlquellen sowie nutzer-
freundlichen Optiken, Bearbeitungsköpfen und Softwaresystemen hat sich das Verfahren als Präzisions-
technologie im Werkzeug- und Formenbau sowie in der Triebwerks- und Turbineninstandsetzung etablieren
können. Mit den im Fraunhofer IWS Dresden entwickelten COAX-Bearbeitungsköpfen zur kontinuierlichen
Pulver- oder Drahtzufuhr sowie dem Softwarepaket DCAM zur effizienten Offline-Programmierung werden
den Anwendern ausgereifte Werkzeuge für die Praxis des Auftragschweißens in die Hand gegeben. In den
Jahren 2000 - 2008 haben mehr als 70 solcher Systeme des Fraunhofer IWS weltweit den Weg in die indu-
strielle Produktion oder auch in die Forschung gefunden.

Durch die Integration des Laserhärtens oder –auftragschweißens in die Prozesskette können Produktions-
kosten gesenkt und Fertigungsabläufe zeitlich gestrafft werden. Die Art und Weise der Lasertechnologie-
integration kann sehr unterschiedlich erfolgen und hängt von den Prozesserfordernissen und den produktions-
technischen Rahmenbedingungen ab. Das Fraunhofer IWS unterstützt die Industrie bei der Konzeption,
Auslegung und Inbetriebnahme der erforderlichen Anlagentechnik sowie bei der Technologieentwicklung
und Mitarbeiterschulung.

Fraunhofer IWS Dresden präsentiert sich auf der LASER World of Photonics in Halle C2, Stand 350.



Foto: Fraunhofer IWS Dresden

Kontakt:
Dr. Ralf Jäckel
Fraunhofer-Institut für Werkstoff-
und Strahltechnik IWS
Winterbergstr. 28
01277 Dresden
Tel.: 0351 25 83 444
Fax: 0351 25 83 300
E-Mail: ralf.jaeckel@iws.fraunhofer.de
www.iws.fraunhofer.de

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