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MARKT- UND MESSEBERICHTE


--- Messeberichte ---

Lasern und Fräsen in einer Maschine - Fraunhofer IWS Dresden auf der EuroMold 2008

Mehr Produktivität in den Bearbeitungsprozessen steht in jedem Pflichtenheft eines Maschinenbau-
ingenieurs. Das Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS in Dresden integriert ein
Laser-Modul in die Werkzeugaufnahme einer Frässpindel. Das fünf-achsige, computergesteuerte
Fräszentrum beherrscht jetzt beides: Das dreidimensionale Auftragschweißen mit einem 1,5-Kilo-
watt-Diodenlaser und das Endbearbeiten der Bauteile mittels 5-Achs-Fräsen. Auf der Messe Euro-
Mold stellten die Fertigungsexperten des IWS die Maschine für die Komplettbearbeitung vor.


»Wir haben alle Verfahrensschritte auf der Basis einheitlicher CAD- und NC-Daten verknüpft und in einer
Maschine bei einer Werkstückaufspannung realisiert«, erläutert Dr.-Ing. Steffen Nowotny vom IWS in
Dresden. Das 5-Achs-CNC-Fräszentrum eignet sich für Reparaturarbeiten von Formeneinsätzen in der
Kunststoffproduktion oder für die Bearbeitung filigraner Oberflächen und Funktionsschichten von metal-
lischen Bauteilen. Beschädigte Präzisionswerkzeuge wandern nicht in den Müllcontainer, sondern zurück
auf die Fräsbank und werden dort für einen neuerlichen Einsatz mittels Laser und Fräse aufgearbeitet –
das ist kostengünstig und verringert den Aufwand für den Werkzeugbau.



Auftragschweißen mit Hochleistungs-Diodenlaser – ein nachfol-
gendes Fräsen ist in der gleichen Einspannung möglich
Bild: Fraunhofer IWS Dresden


Die Laser-Fräskombination erlaubt auch die kosteneffiziente Herstellung komplexer Formelemente und
metallischer Bauteile direkt aus einem 3D-CAD-Modell. Der hohe Automatisierungsgrad und die Multi-
tasking-Fähigkeiten der Maschinenanlage sind beispielsweise für das Instandsetzen von Triebwerken
und im Automobilbau ein großer Vorteil: »Die Software verkettet alle Teilprozesse. Das erleichtert und
beschleunigt die Maschinenprogrammierung«, sagt Nowotny.

Bei der Komplettbearbeitung verbessern sich die Prozesse deutlich, da die Maschinensteuerung den
Laserkopf als gleichberechtigtes Werkzeug neben der Frässpindel verwendet. Der schnelle und un-
komplizierte Wechsel zwischen fräsen und lasern erhöht die Flexibilität der Werkzeugmaschine und
bietet alle Leistungsmerkmale für zeitsparendes Fertigen.

Ansprechpartner
Dr. Steffen Nowotny
Tel.: 0351 25 83 241
Fax: 0351 25 83 300
E-Mail: steffen.nowotny@iws.fraunhofer.de

www.iws.fraunhofer.de

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