Precitec präsentierte sich auf der EuroBLECH mit verschiedenen Neu- und Weiterentwicklungen sowie
mit bestehenden Systemen aus den Bereichen Laserschneiden und Fügetechnologie. Die Vielzahl der
Kontakte und die gute Qualität der geführten Gespräche lassen die Messe trotz der derzeit bestehenden
Konjunkturkrise als erfolgreich bewerten
Im Bereich des Laserschneidens wurde als Weiterentwicklung das Feinschneidsystem mit integrierter Kamera-
beobachtung vorgeführt. Es kann für hochpräzise Anwendungen mit Laserleistungen von bis zu 500 W, hier sei
beispielsweise das Schneiden von Stents zu erwähnen, eingesetzt werden. So lassen sich mit dem Feinschneid-
system bei entsprechender Strahlqualität Schnittspaltbreiten von ca. 10 µm realisieren.
Neu an diesem System ist eine regelbare, koaxiale LED-Beleuchtung, die eine optimale Ausleuchtung während
des Prozesses zulässt. Auch beinhaltet es ein optisch-optimiertes System zur Beobachtung mittels Kamera.
Eine Dokumentation durch Aufzeichnung und Speicherung der Kameradaten ist möglich. Der TCP wird durch die
X-/YVerstellung der Fokussieroptik erhalten. Die Zeit für die Nachjustage nach einem Düsen-, Linsen- oder Schutz-
glaswechsel kann durch Einblendung eines elektronischen Fadenkreuzes extrem verkürzt werden. Die Zugänglich-
keit wurde ebenso verbessert, das System wurde in der Bauweise verkürzt.
Darüber hinaus präsentierte Precitec das neue Design des bewährten Schneidkopfes HP1.5". Das integrierte
Kassettenwechselsystem wurde durch eine berührungslos arbeitende Kassettenerkennung erweitert. Von der Bau-
weise her existieren keine hervorstehenden Schrauben am Sensoreinsatz mehr, der Vorverstärker wurde integriert,
der Gasdurchfluss optimiert. Auch ist es möglich, eine Prozessüberwachung als Kombination aus Einstech- und
Linsenbruchsensor zu verwenden.
Erstmals auf der EuroBLECH stellte Precitec den Schneidkopf HP SSL vor, der in Flachbettmaschinen mit faser-
gekoppelten Lasern eingesetzt werden kann. Angelehnt an das Design aus der sehr bekannten und zuverlässig
arbeitenden HP-Serie, arbeitet dieser mit einer überwachten Schutzglaskassette und überwachten Wechsel-
kassetten für Fokussierlinsen. Die beim HP1.5“ umgesetzten Produktverbesserungen, wie das optimierte Design
und Gasdurchfluss, der integrierte Vorverstärker sowie die nicht mehr hervorstehenden Schrauben am Sensor-
einsatz wurden auch bei diesem Konzept übernommen.
Erweitertes Produktspektrum in der Fügetechnologie
Das Spektrum der Bearbeitungsköpfe wurde durch den besonders kompakten Schweißkopf YW30 erweitert. Dank
seiner sehr modularen Bauweise kann der Kunde entscheiden, in welcher Form die applikationsspezifische Konfi-
guration erfolgen soll. Der Schweißkopf ist vor allem für Faser- und Scheibenlaser geeignet und in seiner Basis-
ausstattung sehr kostengünstig in der Anschaffung. Gleichzeitig ist er durch den Einbau der entsprechenden Mo-
dule mit jeglicher Pre-, In- und Post-Prozessüberwachung von Precitec erweiterbar und damit prädestiniert für den
Einsatz in der vollautomatisierten Fertigung. Trotz seiner kompakten Bauweise ist der Schweißkopf YW30 für
Laserleistungen bis 6 kW einsetzbar.
Reges Interesse fand auch das an einem Roboter vorgeführte optische Nahtinspektionssystem SOUVIS® 5000.
Dessen hauptsächliche Einsatzgebiete sind die Inspektion von Schweiß- und Lötnähten, basierend auf Bildver-
arbeitungstechnologie. Es arbeitet mit zwei Beleuchtungsarten, was die gleichzeitige Erfassung von Geometrie-
daten und Oberflächenmerkmalen eines Fügestoßes oder einer Naht ermöglicht. So erfolgt über das Lichtschnitt-
verfahren eine Profilmessung, wodurch sich dreidimensionale Informationen wie die Konvexität und die Konkavität
der Naht berechnen lassen. Weitere Merkmale liefert eine Oberflächenanalyse, die auf der Auswertung eines hoch
auflösenden Graubildes der Naht basiert. Zum Identifizieren von lokalen Fehlstellen wie Poren nutzt die Oberflächen-
analyse drei parallel arbeitende Verfahren: Nahtstruktur-, Poren- und die Rissanalyse.