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Festliche Preisverleihung der Bertholt Leibinger Laserpreise 2010

Fast auf den Tag genau 50 Jahre nachdem Theodore Maiman am 7. Juli 1960 seine Erfindung des Lasers
verkündet hat, hat die Berthold Leibinger Stiftung zum sechsten Mal ihre Preise für Laserphysik verliehen.
Der Preis ist die am höchsten dotierte Auszeichnung auf dem Gebiet der angewandten Lasertechnik. Die
Jury besteht aus internationalen Laser-Experten, unter anderem dem deutschen Nobelpreisträger Prof. Dr.
Theodor Hänsch.
'Geradezu explosionsartig hat sich in den vergangenen Jahren das Wissen über die Lasertechnologie ver-
mehrt', so Dr. Nicola Leibinger-Kammüller, Geschäftsführerin der Berthold Leibinger Stiftung. 'Die exzellen-
ten Arbeiten, die dieses Jahr für den Preis eingereicht wurden, sind der beste Beweis dafür.' Wissenschaft-
ler, Ingenieure und Techniker aus acht Ländern in Europa, Nordamerika, Asien und Australien hatten sich
mit dreißig Arbeiten der Jury gestellt.
Der mit 30.000 Euro dotierte erste Preis ging an Professor Dr. Thorsten Trupke und Dr. Robert Bardos aus
Sydney (Australien) für ein laserbasiertes Verfahren zur schnellen und gründlichen Qualitätskontrolle in der
Solarzellenproduktion.
Der zweite Preis zu 20.000 Euro wurde zweimal vergeben: Professor Dr. Karsten König wurde für seine am
JenLab und der Universität in Saarbrücken entwickelte Klinische Multiphotonen-Tomographie ausgezeichnet,
mit der sich früheste Stadien von Hautkrebs durch Laserlicht identifizieren lassen; ebenfalls den 2. Preis er-
hielten Dr. Alexander Usoskin von Bruker HTS in Alzenau sowie Dr. Ralph Delmdahl, Dr. Kai Schmidt und
Rainer Pätzel von Coherent in Göttingen. Ihre Arbeit befasst sich mit einer Methode, die die Großserienfer-
tigung von keramischen Hochtemperatur-Supra-Bandleitern verbessert.
Der dritte Preis (10.000 Euro) ging an Professor Dr. Majid Ebrahim-Zadeh aus Barcelona/Spanien und hono-
rierte dessen Entwicklung von Femtosekunden-Strahlquellen mit einem Wellenlängenbereich vom Ultravio-
letten bis zum Infrarot, mit der erstmals Laserlicht in allen Spektralfarben erzeugt werden kann.
Seit 2006 vergibt die Stiftung neben dem Innovationspreis auch den Berthold Leibinger Zukunftspreis. Dieser
in erster Linie forschungsorientierte Preis (30.000 Euro) fiel auch in diesem Jahr auf einen Harvard-Professor:
Dr. Federico Capasso erhielt diese Auszeichnung für seine Erfindung des Quantenkaskadenlasers. Dieser
neueste aller Lasertypen erfasst unter anderem die Verteilung von Abgasen in der Atmosphäre. Nobelpreis-
träger Prof. Hänsch bewertete diese Technologie als 'eine der vielversprechendsten photonischen Techno-
logien der Zukunft'.
400 Gäste aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Medien feierten die vier Preisträger des Berthold Leib-
inger Innovationspreises und den Träger des Zukunftspreises. Unter ihnen: Der baden-württembergische Euro-
paminister Professor Dr. Wolfgang Reinhart, Max-Planck-Präsident Prof. Dr. Peter Gruss, zahlreiche Rekto-
ren und Wissenschaftler deutscher und internationaler Hochschulen.

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