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Heraeus Noblelight Ltd. feiert 30-jähriges Firmenjubiläum

Ende letzten Jahres feierte Heraeus Noblelight Ltd. In Cambridge ein besonderes Firmenjubiläum:
30 Jahre Laser-Lampenproduktion auf höchstem technischen Niveau. Grund genug, die Innovationen
der letzen Zeit Revue passieren zu lassen und auf aktuelle Entwicklungen zu blicken.


Innovativ seit der ersten Stunde

Als John und David Littlechild Noblelight Ltd. im Jahre 1978 in der Nähe von Cambridge gründeten, waren Laser
eine noch junge Technologie, die hauptsächlich in der Forschung verwendet wurde. Das Unternehmen begann
Laser-Anregungslampen zu produzieren und wuchs rasch, nicht zuletzt durch den beginnenden Siegeszug der
Laser in industriellen Anwendungen. Bereits in den 1980er Jahren zeichnete sich das Unternehmen durch seine
hohe Innovationskraft aus. So war es zum Beispiel maßgeblich an der Entwicklung der ersten „longlife“ CW
(kontinuierliche) Laser-Lampe beteiligt.
Nach Übernahme durch den Edelmetall- und Technologiekonzern Heraeus 1986 und dem damit verbundenen
Zugang zu fortschrittlicher Lampen-Produktionstechnologie und hoch entwickelter Quarzglas-Kompetenz wurde
die Innovationsgeschichte von Heraeus Noblelight Ltd. konsequent fortgeführt. So wurde zum Beispiel 2002
erstmalig eine kontinuierliche Laser-Lampe mit einer Lebensdauer von 500 Stunden entwickelt. 2006 kam mit
der NextGen-Serie eine Blitz-Lampe mit einer deutlich gesteigerten Lebensdauer auf den Markt. Statt der rund
500.000 Mio. Pulse konnte die Lebensdauergrenze selbst unter extremen Bedingungen wie lange Pulsdauer
und hohe Leistung auf 3.000.000 Mio. Pulse gesteigert werden.
Heute werden Laser und damit Laser-Lampen in einer Vielzahl von Anwendungen genutzt: Zum Schweißen,
Schneiden, Markieren und Gravieren. Auf Grund ihrer geringen Investitionskosten, hohen Leistungsabgabe,
Zuverlässigkeit und einfachen Wartung sind lampengepumpte Laser nach wie vor eine wichtige Technologie.
Darüber hinaus kommen Xenon- und Kryptonlampen auch in Nicht-Laser-Anwendungen wie für Sonnen-Simu-
lationen oder kosmetische Anwendungen zum Einsatz.

Durch kundenspezifische Anwendungsentwicklung kann die Leistungsgrenze von Lasern deutlich ausgeweitet
werden. Kürzlich betraute ein bekannter Schweizer Laserhersteller Heraeus mit der Entwicklung einer speziellen
Laser-Anregungslampe: Für einen neuen Präzisionslaser für sehr genaue Schnitte bei medizinischen Produkten
wie Stents wurde eine Laser-Lampe benötigt, die unter sehr schwierigen Bedingungen mit ultrakurzen Pulsen von
weniger als 30 Mikrosekunden zuverlässig arbeitet. Darüber hinaus sollte die Lampe eine doppelt so lange Lebens-
dauer wie herkömmliche Lampen bieten. Für die Entwicklung der neuen Lampe arbeitete ein deutsch-britisches
Entwicklungsteam von Heraeus intensiv mit dem Labor für Lichttechnik an der Fachhochschule Kaiserslautern
zusammen. Die Hochschule ist bereits seit vielen Jahren Kooperationspartner von Heraeus Noblelight. Mit einer
Hochgeschwindigkeitskamera konnte die Bewegung des Plasmas in der Lampe mit 100 Frames pro Sekunde
genau beobachtet und analysiert werden. Als ein Ergebnis konnten dabei z. B. Resonanzeffekte im Plasma beo-
bachtet werden, die bei bestimmten Betriebsfrequenzen den Output der Lampe beeinflussten. Durch konstruktive
Änderungen an der Lampe wurden dieser Resonanzeffekt eliminiert und die Eignung der Lampe für sehr hohe
Frequenzen optimiert.
Ein weiteres aktuelles Forschungsprojekt mit dem Labor für Lichttechnik bei anderen Lampentypen ist die Unter-
suchung der elektromagnetischen Verträglichkeit. Insbesondere bei kosmetischen IPL(Intense Pulsed Light)-An-
wendungen kann RF-Rauschen (Hochfrequenz-Rauschen) zu Zulas-ungsproblemen für den OEM führen. Heraeus
Noblelight und das Labor für Lichttechnik der Fachhochschule Kaiserslautern sind führend in der Entwicklung von
Lampen mit sehr geringem RF-Niveau.

Konsistente Qualität

Entscheidend für die Stabilität eines Lasers ist eine gleichbleibend hohe Qualität der Anregungs-Lampen. Vor
allem die Toleranz von Lampe zu Lampe ist ein wichtiger Aspekt. Nur wenn die Schwankungsbreite minimal ist,
kann der Laser – und damit die Anwendung – zuverlässig und genau funktionieren. Um lampenspezifische Tole-
ranzen zu minimieren, werden die Fertigungsschritte bei Heraeus Noblelight Ltd. kontinuierlich optimiert und
automatisiert. Dadurch wird eine sehr hohe und reproduzierbare Lampenqualität erreicht. Hierzu zwei Beispiele:
Als „Seal“ bezeichnet man die hermetische Verbindung zwischen dem Quarzglas des Lampenkörpers und den
Wolfram-Elektroden. Die unterschiedlichen Wärmeausdehnungskoeffizienten von Quarzglas und Wolfram müssen
von dem „Seal“ kompensiert werden. Je stärker und zuverlässiger diese Verbindung, desto höher die Lebensdauer
der Laserlampe. Durch die Automatisierung des „Seal“-Prozesses bei Heraeus wurde die Stabilität der Verbindung
durchgängig erhöht und die Qualität und Lebensdauer der Laser-Lampen konnte weiter gesteigert werden.
Des Weiteren hat Heraeus Noblelight Ltd. einen modernen Pump-Prozess für die Laser-Lampen eingeführt. Dieser
ermöglicht eine hohe Reinheit des Edelgases in der Lampe, minimiert Fremdspektren und verlängert die Lebens-
dauer. Die automatisierte Fertigungslinie ist weltweit führend, und auch in Zukunft wird das Unternehmen konsequent
in seine Fertigungsabläufe investieren, um die Qualität weiter zu erhöhen und Lieferzeiten zu verkürzen.




Die Kathoden-Geometrien von Laser-Lampen sind genauso viel-
fältig wie deren Anwendungsgebiete
Bild: Heraeus Noblelight GmbH, Hanau



Kontakt:
Debbie Playle
Heraeus Noblelight Limited Cambridge Science Park
Milton Road, Cambridge CB4 OGQ
Tel.: +44 1223 423324
Fax: +44 1223 423999
E-Mail: hnl-laserlamps@heraeus.com
www.heraeus-noblelight.com

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