Der frühere Direktor des Instituts für Quantenoptik der Leibniz Universität Hannover und Mitbegründer des
Laser Zentrums Hannover wurde am 1. September 2009, 80 Jahre alt. Prof. Herbert Welling feierte seinen
Geburtstag im Magnushaus in Berlin. Der Physiker und Laserspezialist Herbert Welling legte in Hannover
den Grundstein für ein Quantenoptikinstitut mit hoher internationaler Reputation. Dies bildete letztlich auch
die Basis für das erfolgreiche Abschneiden in der Exzellenzinitiative für Prof. Wolfgang Ertmer, Prof. Karsten
Danzmann und ihre Kolleginnen und Kollegen.
Mit großer Beharrlichkeit gelang es Prof. Herbert Welling, mit seinen Kollegen das Gravitationswellenobser-
vatorium GEO600 an die Leibniz Universität Hannover zu holen. Er bereitete damit den Weg dafür, dass sich
in Hannover ein Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik ansiedeln konnte. Gemeinsam mit Prof. Hans Kurt
Tönshoff und Prof. Heinz Haferkamp gründete er das Laser Zentrum Hannover, das heute zu den international
führenden Forschungsstätten dieses Fachgebiets gehört. Alle Lasermessgeräte, mit denen weltweit nach Gra-
vitationswellen zur Entschlüsselung des Alls gesucht wird, basieren maßgeblich auf den von Herbert Welling
mit eingeführten Technologien.
Prof. Welling, der nach seinem Physik-, Mathematik- und Philosophiestudium 1960 promovierte und sich 1967
an der Leibniz Universität Hannover habilitierte, lehrte und forschte seit 1974 als ordentlicher Professor im
heutigen Institut für Quantenoptik (früher: Institut für Angewandte Physik). Er baute die Laserphysik auf, betrieb
viele Pionierexperimente zum grundlegenden Verständnis des Lasers, entwickelte neue Lasersysteme und ver-
folgte mit Kollegen der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) bereits Anwendungen des Lasers in der Me-
dizin.